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Magic!

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1

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 00:05

Panoramen mit sehr langen Brennweiten?

Hallo allerseits, möchte mich erstmal vorstellen. Ich lebe auf der spannenden Kanareninsel La Palma und habe vor, großformatige Panoramen mit Motiven aus der Caldera (riesiger Kraterkessel) zu erstellen. Nun sind die Motive aber bis zu 10 km entfernt in den Felswänden und Bergspitzen zu finden, deren ich nur mit sehr langen Brennweiten habhaft werden kann. Da ich eine möglichst hohe Detailauflösung erreichen will, denke ich daran, mit der aufs Hochformat eingestellten Kamera Panoramen aus 2-3 Einzelaufnahmen zu erstellen. Nun habe ich gelesen, daß für Panoramen eher kurze Brennweiten empfohlen werden (die für mich jedoch nicht infrage kommen). Meine Frage wäre, warum diese Empfehlung und was sich denn bei langen Brennweiten negativ bemerkbar machen würde. Ich habe eher angenommen, daß gerade lange Brennweiten geeignet seien, da ja so gut wie keine perspektivische Verkürzung mehr auftritt. Die zweite Frage geht in Richtung Ausrüstung. Ich arbeite momentan mit einer Nikon D3 und mit diesen Linsen: MF 2,8/300mm Nikkor, AF 80-200mm D Nikkor. Habe aber noch ein AFS 200-400mm VR bestellt. Telekonverter 1,4 fach will ich auch mal ausprobieren. Als Stativ nutze ich ein Gitzo Studex Performance mit Mittelsäule und einem Teller von 70mm Durchmesser. Da oft Wolken in den Bergen hängen, kann ich nicht stundenlang mit Einstellungen während der Aufnahmen herumhantieren, da die Bewegungsunschärfe nicht in meiner Absicht liegt. Ich brauche also eine zuverlässig und schnell arbeitende Lösung, damit ich paßgenau in sehr kurzer Zeit 2-3 Aufnahmen machen kann. Die Bildbearbeitung führe ich auf einem Mac durch. Eine Stitch-Software habe ich noch nicht. Ich glaube, das war's erst einmal. Freue mich auf kompetente Tips.

MarkTween

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2

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 01:45

Ja, ich sag' mal herzlich willkommen! Bin aber auch erst seit gestern hier angemeldet.

Wie auch immer, du hast grundsätzlich Recht, wenn du sagst höhere Brennweiten und insbesondere Tele-Objektive haben eine deutlich geringere Verzeichnung. Und schließlich ist das ein Punkt, der sich auf ein Panorama - wie du es vor hast aufzunehmen - vorteilhaft auswirkt. Die Empfehlung Panoramen eher mit WW als mit Tele-Objektiven bzw. langen Brennweiten aufzunehmen stützt sich u. a. auf die folgenden Vorteile:

- größerer Bildumfang
- bei weiten Landschaftgen entsteht der Eindruck höherer Schärfentiefe
- weniger Aufnahmen, dadurch günstigerer Zeitfaktor

Wie du siehst, muss dich diese Empfehlung unter Berücksichtigung deiner individuellen Situation nicht irritieren. So kannst du nun unbesorgt loslegen.

Grundsätzlich sollten die Einstellungen, die du für das erste Bild verwendest, für die weiteren Bilder beibehalten werden. Daher fällt das Herumstellen während der Aufnahmen gänzlich weg. Du könntest überlegen, ob du mit hohen Blendenwerten oder wegen der durch die Wolken bedingten schnellen Wechsel der Lichtsituation mit einer eher offenen Blende arbeiten solltest. Zweites ist durch Verwendung der Hyperfokaldistanz möglich. Anleitungen oder Tipps finden sich neben Wikipedia auch unter DOFmaster (u. a. auch freie SW downloadbar). Dieser Tipp ist dann sehr sinnvoll, wenn es in diesem Krater eher dunkel ist.

Du solltest noch überlegen, wie du das Problem mit dem Nodalpunkt gelöst bekommst. Denn ein Drehen des Kamerasystems fernab der optischen Achse führt zu Parallaxenverschiebungen. Wenn du dir keinen Nodalpunktadapter (NPA) kaufen möchtest, kannst du im einfachsten Fall überlegen wie du die Auflagefläche deines 70mm Tellers mithilfe von einem Brett und ein Paar Schraubzwingen (oder Gummibändern) vergrößern kannst. Auf dieser größeren Auflage sollte es dann - zugegeben sehr improvisiert - möglich sein, die Kamera nach vorn bzw. hinten zu verschieben. Wenn der Nodalpunkt einmal gefunden ist, kann es dann losgehen (Kamera während der einzelnen Bilder nicht mehr auf dem Teller verschieben!). Problematisch würde es nur werden, wenn du multirow Panoramen planst. Dann führt nichts an einem vernünftigen NPA vorbei.

Denke aber auch daran den Teller waagerecht auszurichten, bzw. die vertikale Drehachse lotgerecht einzustellen.

LG


Mark

3

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 05:31

keine Paralaxenverschiebung

Bei 10 km Entfernung erwarte ich keine Paralaxenverschiebung.

LG Peter

4

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 08:14

2-3 Bilder

ist bei der Brennweite aber auf der mageren Seite.

Bei 600mm (35mm equivalent) mache ich schon mal 80-120 Bilder. Da ist es dann schon sehr bequem, wenn man einen motorischen Panokopf hat, der die Bilder nacheinander im gewünschten Ausschnitt abfährt. Muss nicht teurer sein als ein ordentlicher mechanischer Kopf.

Bei solch langen Brennweiten spielt der Nodalpunkt keine Rolle.
knapp vorbei ist auch daneben ...

5

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 11:44

vergiss generelle brennweitenempfehlungen!

die einzigen zwei frage um die es geht:

1.welchen bildwinkel willst du im fertigen pano abdecken

2. wie hoch soll die auflösung im fertigen pano sein?

je größer der bildwinkel, desto mehr fotos benötigst du und je kürzer die brennweite, desto weniger fotos musst du machen aber desto geringer wird die endauflösung.

d.h. willst du 180° bildwinkel benötigst du mit 600mm um die 1000 bilder, mit 20mm nur 3

 


MarkTween

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6

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 13:20

@Peter: Das hast du völlig recht und mir ist peinlich diese Information der 10km überlesen zu haben. Definitiv keine merkbare Parallaxenverschiebung! Sorry, für den Blödsinn von meiner Seite.

@Magic: Vergiss alles über den NPA bei solchen Entfernungen!

7

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 13:34

Motor sehr hilfreich!

Zitat

Bei 600mm (35mm equivalent) mache ich schon mal 80-120 Bilder. Da ist es dann schon sehr bequem, wenn man einen motorischen Panokopf hat, der die Bilder nacheinander im gewünschten Ausschnitt abfährt. Muss nicht teurer sein als ein ordentlicher mechanischer Kopf.
Ich denke ein Motor wie die MK PanoMachine - hier mit MK Panoclick (Nodalpunkt ist beim Tele nicht möglich, aber auch nicht von Nöten) - wäre recht hilfreich! Zumal ein mechanischer Rotator (bis zu 72 beim MA 300N) nicht über so kleine Klick-Stops verfügt. Herzlichst Marc

8

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 14:39

Wenn Motor, dann aber gerade bei Tele auch für beide Achsen

Ich denke ein Motor wie die MK PanoMachine - hier mit MK Panoclick (Nodalpunkt ist beim Tele nicht möglich, aber auch nicht von Nöten) - wäre recht hilfreich!


Diesen Vorschlag finde ich wenig zielführend, weil für mehrreihige Panos eine Unterbrechung mit händischem Umstellen der waagerechten Achse notwendig wäre. Wenn dann das Stativ nicht einbetoniert ist, passen die Reihen nicht exakt aufeinander und und und ...

Schau mal das an http://gigapans.blogspot.com/ oder das http://www.brewzone.com/2008/11/diy-pano-head

Und der Preis ist auch noch deutlich günstiger als manch ein Adapter ohne Motor.
knapp vorbei ist auch daneben ...

9

Mittwoch, 3. Dezember 2008, 14:55

Paul: Für Multirow ist der MK PanoHead mittels Schnellspannhebel ratsamer - den Umbau aus der Astronomie kenne ich, finde ich auch ein spannendes Thema. Wenn man technisch begabt ist (keine Ladenlösung) - sicherlich eine Überlegung wert. Sehr ausführlich behandelt im Autopano Pro Forum! Viele Grüße Marc

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marc Kairies« (3. Dezember 2008, 15:03)


Magic!

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10

Freitag, 5. Dezember 2008, 01:21

Hallo allerseits, vielen Dank erst einmal an Alle! Ich hatte damit gerechnet, daß ich bei eingehenden Antworten benachrichtigt würde. Deshalb habe ich nicht früher reingeschaut. Jetzt habe ich gesehen, daß man offenbar jedes Thema einzeln abonnieren muß. Vielleicht ist das, was ich machen möchte, etwas Anderes als die Panoramen der Meisten hier. Einen bestimmten Bildwinkel will ich nicht erreichen, sondern breitformatige Bilder erstellen, z.B. durch Aneinanderreihen von 3 einzelnen Hochformaten. Nicht zuletzt aus dem Grunde, daß ich dadurch sozusagen einen deutlich größeren Chip simulieren kann. Bei 3 Aufnahmen wäre die Auflösung (Nikon D3) dann insgesamt 37,5 Megapixel, ein RAW hätte 54 MB, und das fertige Bild im TIFF-Format ca. 210 MB. Natürlich werde ich nicht nur mit der maximalen Entfernung von 10km arbeiten, es können auch schon mal nur 500m sein. Ob da eine Parallaxenverschiebung auftritt, die man sehen kann? Wichtig ist mir die sehr schnelle mögliche Bildfolge, die wohl mit einem rastbaren Panoramakopf möglich sein müßte. Gibt es einen, wo man die Rasten so anpassen kann, daß die einzelnen Bilder einigermaßen gut aneinander anschließen? Ich sehe hier, daß es wohl einen motorisch betriebenen Kopf gibt, der das automatisch ausführt. Ich habe gelesen, daß eine Software den Rest erledigt. Es geht also wohl um zwei Dinge: 1. einen entsprechenden Stativkopf mit Rasten oder motorisch betrieben (nicht zu schwer!). 2. Eine sog. Stitch-Software für den Mac, die nicht zu kompliziert zu bedienen ist. Hoffe, daß mein Anliegen jetzt deutlicher geworden ist.

11

Freitag, 5. Dezember 2008, 07:14

..., daß die einzelnen Bilder einigermaßen gut aneinander anschließen?
Die Bilder müssen sich zu rund einem Drittel überlappen, ansonten schafft es die Software nicht, die Bilder 'nahtlos' aneinander zu fügen. Da ist dann auch die reguläre Bildbearbeitung schnell an der Grenze ... Ich denke, für das was Du vorhast, reicht ein stabiles Stativ allemal aus. Wolfgang

Magic!

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12

Freitag, 5. Dezember 2008, 11:21

Was, ein Drittel? Das heißt, wenn ich an ein Bild sowohl links als auch rechts jeweils ein weiteres anschließe, bleibt mir von dem ersten nur ein Drittel übrig? Dann ist es ja sinnlos.... Mit nur einem stabilen Stativ ohne entsprechendem Kopf kann ich mir ein genaues und vor Allem schnelles Arbeiten überhaupt nicht vorstellen. Glaube nicht, daß das Sinn macht!

MarkTween

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13

Freitag, 5. Dezember 2008, 13:07

Ich würde vorschlagen, dass du einfach mal ein bischen ausprobieren solltest, um ein Gespür für die Panoramafotografie zu entwickeln. Gehe doch einfach mal vor die Haustür, nehme ein Stativ, suche dir einen netten Blickwinkel und beginne mit den Aufnahmen. Versuche dich ruhig auch einmal an einer 180° Drehung. Mache von mir aus drei Serien:

1/4 Überlappung
1/3            "
1/2            "

Recherchiere dann ein wenig im Internet und entscheide dich für irgendeine Panorama Software. Viele kostenpflichtige Programme lassen sich auch als Trial Versionen laden. Ich z. B. habe meine ersten 2D Panoramen mit dem Canon eigenen Programm, Panorama Factory und später Photoshop und PTGUI gearbeitet. Da habe ich schnell gesehen welch unterschiedliche Ergebnisse bei derselben Aufnahmereihe resultieren. Ich muss dazu sagen, dass ich anfangs sogar ohne NPA und teilweise sogar freihand gearbeitet und es der Software damit ziemlich schwierig gemacht habe. Aber wenn die Überlappung groß genug war (mein Maximum waren 50%), kam manch eines der Programme schon ganz gut damit zurecht. In deinem Fall könnte ich mir vorstellen, dass du mit deinem Tele Objektiv mit 1/4 - 1/3 gut hinkommen solltest. Aber starte jetzt mal deine Testreihen. Es macht wenig Sinn mit Sack und Pack "in den Krater zu steigen"  ohne ein Quäntchen Erfahrung zu haben. Denn dann würdest am Ende zu Hause sitzen und dich ärgern, dass es wegen der und solcher Probleme schief gegangen ist.

LG


Mark

14

Freitag, 5. Dezember 2008, 20:35

Was, ein Drittel?  Glaube nicht, daß das Sinn macht!

 

Na dann viel Spaß beim Ärgern mit umsonst fotografierten Einzelbildern ...  !

Ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen: erst testen, dann absteigen. Andererseits ... wenn Du eh dort wohnst, wirst Du mindestens ebenso oft an der Caldera vorbeikommen, wie ich an meinem Hausberg ...

 

Viele Grüße

 

Wolfgang


15

Montag, 8. Dezember 2008, 12:50

.... Mit nur einem stabilen Stativ ohne entsprechendem Kopf kann ich mir ein genaues und vor Allem schnelles Arbeiten überhaupt nicht vorstellen. Glaube nicht, daß das Sinn macht!
Bei nur 2-3 Bildern in 1 Reihe kann das schon Sinn machen, und hat sogar Vorteile. Größter Vorteil: Keine Extrakosten. Jeder Adapter und jedes Gelenk zwischen Stativ und Kamera destabilisiert den Aufbau und verhilft zunehmend zu verwackelten Bildern, insbesondere im Telebereich. Je mehr Adapter und je länger die Teile sind, desto länger braucht die Kamera, um auszuschwingen. Die Bilder sollten sowieso mit Spiegelvorauslösung und Fernauslöser gemacht werden.

Ein Pano-Drekkopf mit Klickstops wäre ein Hilfsmittel, das ich mir für diese Aufgabe vorstellen kann. Er muss bei Teleaufnahmen einen kleinen Drehwinkel zulassen. Kleine Drehköpfe wie z.B. am NN3 erlauben das kleinste Drehraster mit 15° und sind damit für Teleaufnahmen unbrauchbar. Bei einem Drehwinkel von 5° und einer Bildüberlappung von etwa 25% könntest Du mit der D3 im Hochformat maximal eine Brennweite von 200-210 mm einsetzen. Bei 300 mm Brennweite liegt der Drehwinkel bei etwa 3,5°. (Für Crop-Kameras muss man die genannten Brennweiten durch 1,5 teilen.) Ich bin nicht sicher, ob man eine so kleine Rastung zu kaufen bekommt. Das Top-Modell R-D12 von NodalNinja schafft jedenfalls nur 7,5° als kleinsten Drehwinkel (entspricht 150 mm Brennweite bei 20% Überlappung)

Allein mit dem Drehkopf sind natürlich nur 1-reihige Aufnahmen möglich.
Für erste Gehversuche beim Stitchen ist die Freeware 'autostitch' hilfreich (bin nicht sicher, ob das auf Mac läuft).
Mit weniger als 20% Überlappung wird es für jeden Stitcher schwierig, gemeinsame Kontrollpunkte zu finden. Das hängt aber auch stark vom Motiv ab.
Gruß vom pano-toffel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »pano-toffel« (8. Dezember 2008, 13:01)